Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitslosen

Die Maßnahmen zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Langzeitarbeitslosen (Stufe 4) sind darauf angelegt, die Voraussetzungen für die Aufnahme einer weiterführenden Maßnahme (zum Beispiel berufliche Qualifizierung) zu schaffen, um mittelfristig die Integration der Zielgruppe in den 1. Arbeitsmarkt zu unterstützen. Darüber hinaus soll die Förderung sozialer Ausgrenzung entgegenwirken sowie gesellschaftliche und soziale Teilhabe ermöglichen.

Haben Sie Interesse an einer Maßnahme zur Verbesserung Ihrer Beschäftigungsfähigkeit teilzunehmen? Setzen Sie sich bitte mit Ihrer zuständigen Arbeitsagentur/ Ihrem Jobcenter in Verbindung. Dort erhalten Sie ausführliche Informationen, ob Sie an dieser Maßnahme teilnehmen können, wie das Programm aufgebaut ist und was die nächsten Schritte sind.

Inhalt ist eine theoretische/praktische Qualifizierung sowie eine umfassende, bedarfsgerechte (sozialpädagogische) Beratung und Begleitung bei einem Bildungsdienstleister, um die individuellen Herausforderungen zu meistern und die Voraussetzungen für die Aufnahme einer weiterführenden Maßnahme zu schaffen. Vorgesehen sind zudem Praktika in Unternehmen des 1. Arbeitsmarkts.

Zielgruppe sind Langzeitarbeitslose (nach §18 SGB III), in begründeten Fällen auch andere Arbeitslose (nach §16 SGB III) und weitere benachteiligte Personen, beispielsweise Wiedereinsteigende nach Familienzeiten mit Hauptwohnsitz im Freistaat Sachsen. Bei den Teilnehmern kann es sich auch um Personen ohne Anspruch auf Leistungen nach dem SGB III (Nichtleistungsempfänger) handeln.

Die Teilnehmer weisen in der Regel erhebliche Vermittlungshemmnisse mit umfassendem Handlungsbedarf in mehreren Bereichen (Qualifikation, Arbeits- und Sozialverhalten und individuelle Rahmenbedingungen) auf. Ein Abbau bzw. Minderung der Defizite und Schaffung der Voraussetzungen für die Aufnahme einer weiterführenden Maßnahme (ESF: Programmstufe 3, ggf. auch 2 oder weiterführende Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit) innerhalb der nächsten 12 bis im Einzelfall 18 Monate wird als realistisch eingeschätzt. Eine Integration in den 1. Arbeitsmarkt erscheint mittelfristig (in voraussichtlich bis zu 24 Monaten) möglich. Die Teilnehmerauswahl findet durch die Jobcenter/Arbeitsagenturen anhand der beschriebenen Anforderungsprofile statt.

Dauer: i.d.R. 12 Monate

Ziele: Messbare Fortschritte bei der Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit, Schaffung der Voraussetzungen für die Aufnahme einer weiterführenden Maßnahme

Zuweisung und Platzkontingente: Im Zuge der Herbstzuweisung 2018 werden durch die sächsischen Agenturen für Arbeit und Jobcenter wieder potenzielle Teilnehmer/innen für die Qualifizierungsmaßnahmen „Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit“ zugewiesen. Nach mehrtägigem Profiling in den Regionalbüros werden passgenaue Maßnahmen aus dem Projektepool, basierend auf den individuellen Voraussetzungen der Teilnehmer/innen, vorgeschlagen. Eine Übersicht über die aus den zurückliegenden Zuweisungswellen initiierten Projekte finden Sie hier.

Ab Herbst 2018 werden weitere Zuweisungswelle umgesetzt, ebenso stehen 2019 weitere Platzkontingente zur Verfügung.

Aktueller Stand (Mai 2018): Im Folgenden möchten wir Sie über die bereits absolvierten und laufenden Maßnahmen der bisherigen Zuweisungswellen in den einzelnen Regionen informieren. Die Maßnahmen der Stufe 4 sind branchengemischt bzw. -übergreifend angelegt. Zudem werden Maßnahmen in Teilzeit durchgeführt.